Beth McCann

Beth McCann wurde im November 2016 zur Bezirksstaatsanwältin von Denver gewählt und legte am 10. Januar ihren Amtseid ab. Sie ist die erste Bezirksstaatsanwältin in der Geschichte von Denver. Während ihrer beruflichen Tätigkeit im legislativen Bereich übte McCann stets eine führende Rolle in den Bereichen Strafjustiz und Gesundheitsreform aus. Sie war die wichtigste Verfechterin von Gesetzesentwürfen zur Sicherung ordnungsgemäßer Verfahren für Jugendliche, die als Erwachsene angeklagt wurden, zur Verschärfung der Sicherheitsvorschriften für den Waffengebrauch, zur Unterstützung von Frauen, die in Scheidung lagen und viele weitere Gesetzesvorschläge. Sie diente fast acht Jahre als stellvertretende und später als erste stellvertretende Bezirksstaatsanwältin in Denver und führte Anklage in hunderten Fällen, unter anderem wegen Kindesmissbrauch und Mord. Sie war die leitende Direktorin des Programms „Sichere Stadt Denver“, mit dem das Ziel verfolgt wurde, Kinder von Jugendbanden, Drogen und Gewalt fernzuhalten. Nach Einrichtung dieses Programms sank die Jugendkriminalität um mehr als 20 %.

Beth McCann was elected District Attorney of Denver in November 2016 and was sworn into office on January 10, 2017. She is the first female District Attorney in Denver’s history. McCann was a leader in criminal justice matters and health care reform throughout her legislative career. She was the prime sponsor of bills to provide due process to juveniles facing charges as adults, to increase gun safety, to provide equal health insurance for women, and to provide support for women going through divorce, among many others. She served almost eight years as a deputy and then Chief Deputy District Attorney in Denver, prosecuting hundreds of cases, including child abuse and murders. She was the first director of Denver’s Safe City program to help kids stay out of gangs, drugs and violence. Juvenile crime decreased by over 20% following the establishment of this program.

In Colorado haben wir zwei Gesetze im Zusammenhang mit durch Vorurteile motivierten Verbrechen, die auch als „Hassverbrechen“ bezeichnet werden.

1) Ein durch Vorurteile motiviertes Verbrechen kann als Ordnungswidrigkeit (Eigentumsdelikt oder Bedrohung) oder als Straftat (Körperverletzung) angeklagt werden. Ein solches Verbrechen findet statt, wenn eine Person mit der Absicht, eine andere Person aufgrund ihrer tatsächlichen oder vermeintlichen Rasse, Farbe, Religion, Abstammung, nationalen Herkunft, körperlichen oder geistigen Behinderung oder sexuellen Orientierung einzuschüchtern oder zu schikanieren, eine Körperverletzung hervorruft, dieser Person vorsätzlich Angst vor einer bevorstehenden gesetzwidrigen Handlung einflößt und die Wahrscheinlichkeit besteht, dass solche Worte oder Verhalten zu einem Personenschaden oder einer Eigentumsbeschädigung führen, oder diese Person wissentlich die Beschädigung oder Zerstörung von Eigentum hervorruft.

2) Wir haben ebenfalls ein Gesetz gegen durch Vorurteile motivierte Belästigung, das besagt, dass eine Person ein solches Verbrechen begeht, wenn sie in der Absicht, eine andere Person aufgrund ihrer tatsächlichen oder vermeintlichen Rasse, Farbe, Religion, Abstammung, nationalen Herkunft, körperlichen oder geistigen Behinderung oder sexuellen Orientierung zu belästigen, diese Person schlägt/stößt/tritt oder in anderer Weise berührt, eine obszöne Geste macht oder obszöne Sprache benutzt, eine Person verfolgt, das Telefon oder den Computer nutzt, um eine andere Person zu belästigen oder zu bedrohen, wiederholte Mitteilungen zu ungeeigneten Zeiten verschickt oder wiederholt Beleidigungen äußert, die wahrscheinlich eine gewaltsame oder grobe Reaktion bewirken. Dies gilt als eine Ordnungswidrigkeit.

Das Büro der Bezirksstaatsanwältin von Denver verfügt über ein spezielles Team zur Aufnahme von durch Vorurteile motivierten Verbrechen, das aus 5 Stellvertretenden Bezirksstaatsanwälten besteht. Dieses Team arbeitet eng mit dem Team für vorurteilsbedingte Straftaten der Denver Polizeidirektion zusammen. Durch diese gemeinsamen Anstrengungen wird eine einheitliche und konsequente Registrierung und Ablage von Entscheidungen, Mitteilungen über vorurteilsbedingte Tendenzen und Besorgnisse in der Bevölkerung sowie ein gemeinschaftlicher Ansatz gewährleistet, zu dem auch eine Teilnahme an Versammlungen und Foren in der Gemeinde gehören, ebenso wie die Sicherstellung einer korrekten Ermittlung und Verfolgung von Straftaten und die Bereitstellung eines Ansprechpartners für andere Strafverfolgungsbehörden wie den US-Generalbundesanwalt, das FBI und strafrechtliche Einrichtungen von anderen Kompetenzbereichen.

Das Teammitglieder der Bezirksstaatsanwältin sind vom FBI und der Antidiffamierungsliga, einer gemeinnützigen Organisation, die sich für die Bekämpfung von Diskriminierung einsetzt, geschult worden. Sie haben an einem Treffen mit der LGBTQ-Kommission teilgenommen und sie beteiligen sich auch an kommunalen Zusammenkünften.

Leider ist es schwer, Anklage gegen solche Verbrechen zu führen, da die Anforderung besteht, dass die Absicht des Angeklagten zum Zeitpunkt des Begehens des Verbrechens nachgewiesen werden muss. Wir müssen nachweisen, dass die Person in der Absicht handelte, die Handlung gegen eine andere Person vorzunehmen, weil diese zu einer der geschützten Gruppe, wie die mit einer bestimmten sexuellen Orientierung, gehörte.

Denver hat eine Bevölkerung von ca. 700 000 Menschen. In Denver ermittelte die Polizeidirektion 2011 in 30 durch Vorurteile motivierten Fällen. 2012 waren es 48 Fälle, 2013: 42, 2014: 22, 2015: 24 und 2016: 31. Die beiden hauptsächlichen Kategorien waren Straftaten gegen die LGBTQ-Gemeinschaft und Afroamerikaner. Mehrere Straftaten wurden auch gegen Weiße begangen.

Mit der Einrichtung des Teams für die Aufnahme von durch Vorurteile motivierten Verbrechen hoffen wir, dass wir die Anzahl der Anklagen gegen solche Verstöße erhöhen können. Gleichzeitig hoffen wir aber auch, dass die Anzahl dieser Verbrechen in Denver zurückgehen wird.

In Colorado, we have two laws related to bias motivated crimes, also called “hate crimes.”

 

1) A bias motivated crime can be charged as a misdemeanor (for property or threats) or a felony (bodily injury). A person commits such a crime if, with intent to intimidate or harass another person because of that person’s actual or perceived race, color, religion, ancestry, national origin, physical or mental disability, or sexual orientation, he or she cause bodily injury, knowingly places another person in fear of imminent lawless action and such words or conduct are likely to produce bodily injury or damage to property or knowing causes damage to or destruction of property.

 

2) We also have a bias motivated harassment statute which states that a person commits this crime if, with the intent to harass another person because of actual or perceived race, color, religion, ancestry, sexual orientation or physical or mental disability, he or she strikes/shoves/kicks or otherwise touches another, makes an obscene gesture or uses obscene language, follows someone, uses the telephone or computer to harass or threaten another, makes repeated communications at inconvenient hours, or makes repeated insults likely to provoke a violent or disorderly response. This is a misdemeanor.

 

The Denver District Attorney’s office has a dedicated Bias Motivated Crimes intake team consisting of 5 deputy district attorneys. The team works closely with the Denver Police Department bias-motivated team. This collaborative effort ensures consistency in filing decisions, communication about emerging bias motivated trends and community concerns, a collaborative approach, including participating in community meetings and forums, excellence in investigation and prosecution, and the provision of a contact person for other law enforcement agencies such as the US Attorney, FBI and law enforcement from other jurisdictions.

 

The DA team members have been trained by the FBI and the Anti-Defamation League, a non-profit organization dedicated to combatting discrimination. They have attended a meeting of Denver’s LGBTQ Commission, and they participate in community gatherings.

 

Unfortunately, these crimes are difficult to charge because of the requirement of proving the intention of the defendant at the time the crime was committed. We have to prove that the person acted with the intent to take the action because of the protected class such as sexual orientation.

 

Denver has a population of about 700,000 people. In Denver, 30 bias motivated cases were investigated by the Denver Police Department in 2011;  48 in 2012; 42 in 2013;  22 in 2014; 24 in 2015; and 31 in 2016. The two major categories were for crimes against members of the LGBTQ community and African Americans. There were also several committed against white people.

 

With the creation of the Bias Motivated Crimes Intake Team, we hope to increase the number of offenses that we can charge, but we also hope that these crimes will decline in Denver.